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Phthiraptera | Tierläuse


Die Tierläuse (Phthiraptera), auch bekannt als Lauskerfe oder Läuslinge, sind eine rein parasitisch lebende Insektengruppe. Etwa 650 bis 1000 der 3500 Arten sind in Mitteleuropa verbreitet, sie werden in der Regel 1 bis 6 mm groß. Alle Tierläuse leben als Ektoparasiten an Vögeln (Federlinge) oder Säugetieren (Echte Tierläuse und Haarlinge). Sie stellen somit die einzige Hauptgruppe der Insekten (Ordnung) dar, bei der alle Mitglieder permanente Parasiten von Vögeln oder Säugetieren sind. Dabei sind die meisten Arten mehr oder weniger spezifisch auf einem Wirt zu finden, häufig bevölkern auch mehrere Arten denselben Wirt. Ohne diesen Wirt sind sie meistens nur wenige Tage lebensfähig. Die Übertragung erfolgt meist bei direktem Körperkontakt oder über das Nest, bei der Kleiderlaus auch über Kleidung.
Der Körper der Tierläuse ist in der Regel stark abgeflacht, der Kopf meist vorstehend. In der Regel haben die Tiere stechend-saugende Mundwerkzeuge, vor allem bei den Mallophaga sind sie jedoch auch beißend. Die einzelnen Segmente der Brust (Thorax) sind verwachsen und tragen keine Flügel, die relativ kurzen Beine sind mit Klammermechanismen bestückt, damit sich die Tiere am Wirt festhalten können.

Seite „Tierläuse“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18. Mai 2020, 11:35 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Tierl%C3%A4use&oldid=200072145 (Abgerufen: 15. Juli 2021, 19:16 UTC)