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Polyplacophora | Käferschnecken


Die Käferschnecken (Polyplacophora) stellen eine Gruppe der Weichtiere bzw. der Untergruppe der Stachelweichtiere dar. Die etwa 900 Arten der Käferschnecken leben ausschließlich im Meer, vor allem im Bereich um Australien. Sie erreichen Körpergrößen von 0,5 bis 45 Zentimeter und sind dämmerungsaktiv. Das Alter der Weichtiergruppe wird auf 500 Millionen Jahre geschätzt. 
Das Hauptkennzeichen der Polyplacophora ist ihre Schale, die bei den heutigen Formen aus acht Einzelplatten besteht und die Oberseite des Tieres bedeckt. Käferschnecken fressen vor allem pflanzlichen und tierischen Substrataufwuchs – Algen, Moostierchen, Hydrozoen und Seepocken (Balanidae). Die Mundöffnung mit der sehr großen Radula (Raspelzunge) liegt direkt vor dem Kriechfuß der Tiere. Die meisten Käferschnecken sind getrenntgeschlechtlich und die Gameten (Spermien und Eier) werden einfach in das Wasser abgegeben. Nur bei wenigen Arten findet eine innere Befruchtung statt; einige Arten davon betreiben aber sogar eine primitive Form der Brutpflege in ihrer Mantelrinne.

Seite „Käferschnecken“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 24. April 2021, 08:09 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=K%C3%A4ferschnecken&oldid=211245078 (Abgerufen: 15. Juli 2021, 06:30 UTC)