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Pectinidae, Kammmuscheln


Ein auffälliges Merkmal der Kammmuscheln sind ihre zahlreichen Augen am Mantelrand. Darum besitzen sie ein dementsprechend entwickeltes Nervensystem mit einer Konzentration der Ganglien im viszeralen Bereich. Darüber hinaus sind viele Arten in der Lage, sich bei der Annäherung eines Fressfeindes, beispielsweise eines Seesterns, durch schnelles mehrmaliges Zusammenklappen der Schalen schwimmend fortzubewegen und der Gefahr zu entkommen. Einige Arten haben eine große wirtschaftliche Bedeutung. Gegessen werden Schließmuskel und Gonaden der Muscheln (siehe auch unter Jakobsmuschel). 

Die Arten der Kammmuscheln besitzen nur einen großen Schließmuskel („monomyar“) und damit auch nur einen großen Schließmuskelabdruck. Die Schale ist meist festschalig, kann aber auch dünner und spröde sein. Die Ornamentierung besteht sehr häufig aus radialen Rippen unterschiedlicher Intensität und Gestaltung oder auch Undulationen der Schale sowie meist eher untergeordnet auch konzentrische Anwachsstreifen oder Rippen; selten ist die konzentrische Ornamentierung kräftiger als die radiale Ornamentierung. Die meisten Arten tragen auf der Oberfläche auffällige Zeichnungen, häufig noch unterschiedlicher Farbe. Meist ist die obere linke Klappe intensiver gefärbt als die untere rechte Klappe. Die Innenseiten sind meist weiß, können aber ebenfalls farbige Muster haben.

Seite „Kammmuscheln“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. April 2020, 07:56 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kammmuscheln&oldid=199034027 (Abgerufen: 5. Mai 2020, 13:19 UTC)