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Lucanidae, Schröter


Die Familie kommt weltweit vor und umfasst etwa 1.300 Arten in etwa 110 Gattungen. Viele Arten weisen einen ausgeprägten Sexualdimorphismus auf: Die Männchen haben bei diesen Arten im Gegensatz zu den Weibchen große und stark gezähnte Mandibeln. Die Anzahl der Unterfamilien wird kontrovers diskutiert. In Europa sind 14 Arten aus 6 Gattungen nachgewiesen, in Mitteleuropa 7 Arten.

Die Käfer leben in der Regel an verrottendem Holz bzw. Totholz, sowohl in Nadel-, als auch Laubwäldern. Die Larven findet man im Totholz, nicht selten auch gemeinsam mit den adulten Tieren. Nur die Larven aus der Gattung Colophon leben im Erdboden und ernähren sich offenbar von Humus und Wurzeln. Bei manchen Arten werden die Imagines durch künstliche Lichtquellen angelockt. Bei vielen Arten sind die Imagines ungeflügelt und fressen vermutlich gar nicht. Ansonsten besuchen die Tiere gelegentlich Blüten oder Wunden an Bäumen, an denen der Pflanzensaft austritt. Die Larven können stridulieren. Die Unterfamilie Penichrolucaninae ist die einzige, von der die Lebensweise der Tiere vollständig unbekannt ist. Es wird vermutet, dass die Tiere sich entweder mit Ameisen oder Termiten vergesellschaftet entwickeln.

Seite „Schröter (Käfer)“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 3. Mai 2020, 17:57 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schr%C3%B6ter_(K%C3%A4fer)&oldid=199583347 (Abgerufen: 11. Juni 2020, 18:38 UTC)